Kenia - Bekämpfung von HIV/AIDS- und TB-Infektionen
Der GPHF unterstützte auch ein Projekt zur Bekämpfung der grassierenden HIV/AIDS- und TB-Infektionen in den Armensiedlungen von Nairobi. Projektpartner des GPHF in Kenia waren die African Medical and Research Foundation (AMREF) sowie die Malteser Deutschland.
Im Projektgebiet, dem Armenviertel Kibera am Rande Nairobis, leben ca. 650.000 Menschen. Es zählt damit zu den größten Slums Afrikas. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen der dort lebenden Menschen beträgt USD 0,2 am Tag. Sauberes Wasser, Elektrizität oder medizinische Versorgungseinrichtungen sind bestenfalls in Ansätzen vorhanden. Der Ausbreitung von TB und HIV/AIDS waren kaum Grenzen gesetzt. Allein die Zahl der Tuberkulosefälle hatte sich in den fünf Jahren zuvor mehr als verdoppelt. Bedingt durch die andauernde wirtschaftliche Krise Kenias zerfielen auch die letzten Reste einer Basisgesundheitsversorgung.
Ziel des Projektes war es, dieser Entwicklung entgegen zu wirken und gleichzeitig einer epidemischen Katastrophe in Kibera vorzubeugen. Dies sollte zunächst durch die Einrichtung von fünf Untersuchungseinheiten zur Diagnose und Versorgung von Erkrankten, das Training von qualifiziertem Personal und die konsequente Nachsorge behandelter Patienten erreicht werden. Die Projektpartner wollten, in einem Zeitraum von drei Jahren wieder ein Fundament einer leistungsfähigen Gesundheitsversorgung in Kibera legen.
|