Laos
- Eindämmung parasitärer Infektionen
"Einen
so großen Erfolg eines Projektes zur Bekämpfung der Schistosomiasis habe ich
noch nie erlebt", fasst Dr. Lester Chistulo, Experte der
Weltgesundheitsorganisation, das Ergebnis des langjährigen GPHF-Projekts zur
Diagnose und Therapie der Schistosomiasis in Laos zusammen. Seit Anfang der 90er
Jahre führte der GPHF dieses Projekt in der Provinz Champassak am Mekong
gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation und den laotischen
Gesundheitsbehörden durch. 2000 wurde das Projekt abgeschlossen.
Bei
der ersten systematischen Diagnose der Bevölkerung im Projektgebiet 1989
stellte man fest, dass durchschnittlich über 40 Prozent der Menschen mit den
Schistosomiasis-Erregern infiziert waren. Viele Menschen litten an Durchfällen,
an Gelbsucht mit Bauchkrämpfen und starben als Langzeitfolge auch an
Leberzirrhose und Gallenwegskarzinom. Dank der hervorragenden Wirkung des
Medikamentes Praziquantel, das anfangs alle ein bis zwei Jahre jeweils in
einmaliger Massenbehandlung angewendet wurde, einem umfangreichen
Aufklärungsprogramm, in das vor allem Schulkinder einbezogen wurden, und einem
speziellen Präventionstraining für die lokalen Gesundheitseinrichtungen waren
1999 nur noch 0,5 Prozent der Menschen von den Infektionen betroffen.
Durch
die langjährige finanzielle Förderung des GPHF konnten auch erstmals
dauerhafte Strukturen für eine Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum
etabliert werden, die in den oftmals schwer zugänglichen Regionen entlang des
Mekong noch weitgehend fehlen. Die Projektpartner zeigten sich anlässlich eines
abschließenden Workshops im Projektgebiet zuversichtlich, die erzielten Erfolge
durch die konsequente Fortsetzung der Präventionsmaßnahmen konservieren zu
können und somit eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitsversorgung in
einem der ärmsten Länder Südostasiens zu erreichen.
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