Russische Förderation - Labor für die TuberkulosebekämpfungErstmals engagierte sich der GPHF seit Beginn des Jahres 2001 auch in einem der Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Auf Anfrage des Bundesministeriums für Gesundheit hatte der GPHF einem Dringlichkeitsantrag zugestimmt, ein Projekt zur Kontrolle der Lungentuberkulose im Gebiet der Stadt Saratow an der Wolga zu unterstützen. Die Tuberkulose hatte sich in der Russischen Föderation in den Jahren davor epidemieartig ausgebreitet und bedrohte vor allem unterprivilegierte Bevölkerungsschichten in vielen Regionen des Landes. Veraltete Behandlungskonzepte und zunehmende Arzneiresistenzen hatten die Morbidität und Mortalität um das Zwanzigfache ansteigen lassen. Ohne wirksame Intervention war der Ausbreitung der Infektionen Tür und Tor geöffnet Im Projektgebiet, dem Großraum Saratow nordöstlich von Wolgograd, leben ca. 2,8 Millionen Menschen. Nach Erhebungen waren weit über 10.000 aktive Fälle von Lungentuberkulose registriert, jeder vierte Fall in einem Gefängnis. Zielsetzung des Projektes war:
Der GPHF finanzierte schwerpunktmäßig die Standardausstattung eines Labors mit Material für die mikroskopische Sputumuntersuchungen einschließlich Schutz- und Hygienemaßnahmen im Projektgebiet. Neben dem Bundesgesundheitsministerium waren das Auswärtige Amt, die Weltgesundheitsorganisation, die Johanniter International (JOIN) sowie die örtlichen Gesundheitsbehörden Partner in dem Projekt. |




