Tansania - Erfolgreicher Kampf gegen Bilharziose
Die durch Parasiten-Saugwürmer der Gattung Schistosoma – sie bedienen sich Süßwasser-Schnecken als Zwischenwirte – hervorgerufene Infektionskrankheit führt durch Blutverlust und Zerstörung von Leber, Milz und Nieren zum langsamen Siechtum. Oft geht die Krankheit, von der besonders Kinder betroffen sind, in Blasenkrebs über. Nach Schätzungen leiden zwischen 200 und 300 Millionen Menschen in über 50 Ländern Afrikas, des fernen Ostens, des östlichen Mittelmeerraumes und Südamerikas an Bilharziose.
In einem zweiten Schritt mit einer zweimaligen selektiven Behandlung von etwa 60 Prozent der insgesamt rund 280 000 Inselbewohner wurde die Gesamtverbreitung der Bilharziose auf unter zehn Prozent reduziert und damit ein Rückgang der Erkrankungen um mehr als 80 Prozent erreicht. Dabei bildeten
die Schwerpunkte des Projektes. Besonders durch den Einsatz eines Films über die Ursachen der Krankheit und deren Prophylaxe sowie auf Grund des engagierten Mitwirkens von durch den medizinischen Leiter ausgebildeten einheimischen Gesundheitshelfern gelang es, die anfängliche Scheu der Bevölkerung vor dem Bilharziose-Programm zu überwinden und ihm zu Erfolg zu verhelfen.
Die Regierung in Sansibar betrachtet das Projekt als Modell zur Bekämpfung auch anderer tropischer Krankheiten (z. B. Malaria). Die auf diese Weise geschaffene Infrastruktur im Gesundheitswesen auf Pemba wurde hierfür genutzt und weiter ausgebaut.
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Eines der ersten
Projekte, das der GPHF während seiner seit 1987 bestehenden Zusammenarbeit mit
der Weltgesundheitsorganisation (WHO) realisierte, galt der Therapie der
Bilharziose (Schistosomiasis) auf der Insel Pemba.
Der medizinische Leiter
des Modellprojekts auf der zu Tansania gehörenden Insel, Dr. Lorenzo Savioli
von der Weltgesundheitsorganisation, nannte die in nur wenigen Jahren erzielten
Erfolge "bemerkenswert". Während zu Beginn des Pilotprojekts bei rund
53 Prozent der 25.000 bis 30.000 Schulkinder Bilharziose diagnostiziert wurde,
konnte deren Erkrankungsrate nach der Behandlung mit einem in Deutschland
entwickelten Arzneimittel auf 12,9 Prozent gesenkt werden.
