map_togo.gif (5991 bytes)Togo: Fortbildung in der Diabetes-Therapie

Diabetes melitus ist längst keine Krankheit mehr, die nur die Menschen in den reichen Ländern des Nordens betrifft. Auch in vielen Entwicklungsländern steigt die Zahl der Patientinnen und Patienten kontinuierlich, die von der gefährlichen Stoffwechselerkrankung betroffen sind. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ist zum Beispiel in vielen afrikanischen Staaten bis zum Jahre 2030 von einer Verdrei- oder gar Vervierfachung der Fallzahlen auszugehen.

Auch auf Togo trifft diese Prognose zu, denn es wird eine Zunahme der Diabetesfälle von 63.725 (2000) auf 183.555 im Jahre 2030 erwartet. Vor diesem Hintergrund förderte der GPHF in dem westafrikanischen Land ein Fortbildungsprojekt, das Ärzte und Pflegekräfte mit modernen Diagnose- und Therapieverfahren vertraut machen und Patienten wie ihre Angehörigen informieren und im richtigen Umgang mit der Erkrankung schulen sollte. Ziel war es, auf diesem Wege modellhaft die Grundlagen für ein zeitgemäßes Krankheitsmanagement zu schaffen.

Referenten der fünftägigen Veranstaltung, an der 200 Personen teilnehmen sollten, waren Fachärzte aus Togo und Experten der WHO. Schirmherr des Projekts, das von einer Informationskampagne in Krankenhäusern, Arztpraxen und Gesundheitszentren begleitet wurde, war der togoische Minister für Gesundheit.

Das Seminar wurde Ende 2003 in der Hauptstadt Lomé durchgeführt. Projektpartner des GPHF war die Organisation AfriMedicus, die das Seminar konzipiert und vor Ort durchgeführt hatte.