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20 Jahre German Pharma Health Fund Initiative der forschenden Arzneimittelhersteller fördert seit 1985 erfolgreich Gesundheitsprojekte in Entwicklungsländern Als gemeinnützige Initiative ist der Verein, der sich im Dezember 1985 in Frankfurt am Main gegründet hat, insofern einzigartig, als sich darin Arzneimittelhersteller zusammengeschlossen haben, um jetzt bereits seit zwei Jahrzehnten mit ihren Spenden Projekte zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern zu realisieren. In Afrika, Asien und Südamerika hat der German Pharma Health Fund - kurz GPHF genannt - seitdem zahlreiche Gesundheitsprojekte durchgeführt und dabei mit vielen namhaften nationalen und internationalen Partnern erfolgreich zusammen gearbeitet. In vielen Fällen konnte so das spezifische Know how der GPHF-Mitglieder unmittelbar für die Lösung von Gesundheitsproblemen in Entwicklungsländern nutzbar gemacht werden.
Markenzeichen GPHF-Minilab® Beispielhaft für diesen Ansatz ist das GPHF-Minilab®. Das mobile und tropentaugliche Kompaktlabor, das vom GPHF für den Einsatz in Entwicklungsländern konzipiert wurde, ist in der Lage, mit einem speziellen Prüfschema gefälschte Arzneimittel schnell und zuverlässig zu entdecken. Das ist von besonderem Nutzen für jene Länder, in denen skrupellose Arzneimittelfälscher ihr Unwesen treiben und wo eine flächendeckende Arzneimittelüberwachung bestenfalls in Ansätzen existiert. Heute steht das Labor, das in zwei Koffern Platz findet, bereits zur Untersuchung von 40 Arzneistoffen zur Verfügung. Weltweit sind mittlerweile nahezu 200 Minilabs in über vierzig Ländern im Einsatz. Langjährige Zusammenarbeit mit der WHO Seit 1987 verbindet den GPHF eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Nach einem Modellprojekt auf der Insel Pemba folgten weitere gemeinsame Projekte zur Diagnose und Therapie parasitärer Infektionskrankheiten in Tansania, auf den Seychellen, in Laos, Myanmar und in Bhutan. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem Kinder, die in besonderem Maße von den Infektionen betroffen sind. Neben der unmittelbaren Bekämpfung der Erkrankungen zielten die Projekte immer auch auf die Entwicklung einer Infrastruktur im Gesundheitswesen zur Bekämpfung weiterer Krankheitsbilder und waren auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die erfolgreiche Partnerschaft findet ihren Ausdruck nicht zuletzt in dem Status "Official Relations", der dem GPHF als einer von sehr wenigen Entwicklungshilfeorganisationen seitens der Weltgesundheitsorganisation zugesprochen wird. Koordination von Arzneimittelspenden Modellcharakter hat auch die im Jahre 2000 ins Leben gerufene Arzneimittelnothilfe des GPHF. Im Falle humanitärer Notsituationen wie Erdbeben oder Überschwemmungen stellt sie eine schnelle und zuverlässige Koordination zwischen Spendennachfragern aus Katastrophengebieten und Spendenangeboten von Arzneimittelherstellern sicher. Vielfach konnten so innerhalb kürzester Zeit dringend benötigte Arzneimittel für die Betroffenen zur Verfügung gestellt werden. Zusammenarbeit mit namhaften Entwicklungsorganisationen Im Verlauf der letzten beiden Jahrzehente hat der GPHF mit vielen namhaften Entwicklungshilfeorganisationen zusammengearbeitet. Beispielhaft seien die African Medical and Research Foundation (AMREF), die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, oder auch die SOS-Kinderdörfer genannt. Ausbildung im Arzneimittel-Management Besonderen Stellenwert in der Geschichte des GPHF genießen schließlich auch die Fortbildungsseminare für Pharmaziestudenten, die seit 2002 unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit durchgeführt wurden. Die fünftägigen Veranstaltungen, die auch von der Universität Mainz und dem Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker unterstützt wurden, widmeten sich dem Management der Arzneimittelversorgung unter den besonderen Bedingungen von Entwicklungsländern. Mitglieder ermöglichen Projekte durch ihre Spenden Alle bisherigen Projekte des GPHF wurden ausschließlich durch die Spenden der GPHF-Mitglieder finanziert. Mitglieder des GPHF sind: ALTANA Pharma AG, AstraZeneca GmbH, Bayer HealthCare AG, Boehringer Ingelheim GmbH, Fatol Arzneimittel GmbH, Grünenthal GmbH, Input GmbH, Janssen-Cilag GmbH, Madaus AG, Merck KGaA, Sanavita AG & Co., Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Schering AG, Schwarz Pharma AG sowie der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA).
Zwei neue Projekte zum GPHF-Jubiläum Unterstützung des Komitees Ärzte für die Dritte Welt in Indien und eines kirchlich geführten Krankenhauses in Äthiopien Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens hat der Vorstand des GPHF die Unterstützung von zwei neuen Hilfsprojekten beschlossen. Schwerpunkt der beiden Projekte ist die unmittelbare medizinische Hilfe für notleidende Menschen in Entwicklungsländern. Möglich wurden beide Projektzusagen durch die große Spendenbereitschaft der Mitglieder des GPHF und des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) anlässlich des diesjährigen GPHF-Jubiläums.
Die Ärzte für die Dritte Welt leisten seit vielen Jahren in Afrika, Asien und Mittelamerika unentgeltlich medizinische Hilfe. Diesem humanitären Engagement liegt eine beispielhafte Idee zugrunde: Ärzte aus Deutschland nutzen ihren Jahresurlaub, um in den Notstands- und Armutsgebieten zu arbeiten. So auch in den Slums der indischen Millionenstadt Kalkutta, wo die deutsche Hilfsorganisationen seit langem mittellose Bevölkerungsgruppen versorgt, denen ansonsten der Zugang zur Gesundheitsversorgung verwehrt bliebe. Teil dieses Projektes ist die sogenannte Rolling Clinic Kalkutta, die als mobile Gesundheitseinrichtung Menschen in den ländlichen Randgebieten der Stadt versorgt. Mobile Klinik hilft Ärmsten der Armen Die Rolling Clinic Calcutta ist ein Team von zwei deutsche Ärzte bzw. Ärztinnen und sechs einheimische Mitarbeiter, von der Krankenschwester über die Übersetzerin bis zum Fahrer. Durch die Förderung des GPHF wird der laufende Betrieb der rollenden Klinik sicher gestellt, d.h. es stehen Gelder zum Kauf von Medikamenten, für Laboruntersuchungen und Krankenhausaufenthalte und für die Gehälter der einheimischen Mitarbeiter des Projektes zur Verfügung. Insbesondere steht die medizinische Versorgung tuberkulosekranker Kinder im Mittelpunkt. Ein Krankenhaus für 500.000 Menschen Ähnliche Probleme wie in den Slums von Kalkutta stellen sich auch im Attat-Krankenhaus in Äthiopien, ca. 180 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Addis Abeba. In dem von den Missionsärztlichen Schwestern geleiteten Haus, konzentriert sich die medizinische Hilfe auf die Landbevölkerung, die weite Wege auf sich nehmen muss, um sich behandeln zu lassen.
Das Krankenhaus versorgt über 500.000 Menschen und verfügt über 73 Betten, eine eigene Entbindungsstation sowie eine spezielle Abteilung für Patienten, die an Unterernährung leiden. Auch Tuberkulose- und Leprapatienten können hier behandelt werden. Durch die Unterstützung des GPHF soll die medizinische Betreuung von Müttern und Neugeborenen und die Fortführung eines Basisgesundheitsprogramms im dem Krankenhauses sicher gestellt werden. Außerdem soll die Aus- und Weiterbildung der Krankenhausmitarbeiter intensiviert und durch die Anschaffung von Handpumpen die Trinkwasserversorgung verbessert werden. Projektpartner sind das Bischöfliche Hilfswerk Misereor und der Verein BILD hilft e.V.
Arzneimittelfälschungen: GPHF-Minilab®: Weltweite Nachfrage hält unvermindert an 2005 über 30 Kompaktlabore ausgeliefert / Minilab-Trainingskurs in Australien Die weltweite Nachfrage nach dem GPHF-Minilab® ist weiterhin hoch. Allein in diesem Jahr erreichten den GPHF 34 Bestellungen. Weltweit sind damit mittlerweile fast 200 der mobilen Laboreinheiten im Einsatz. Mit dem Minilab kann die Qualität von 40 vor allem in Entwicklungsländern weit verbreiteten Arzneimittelwirkstoffen schnell und zuverlässig überprüft werden. Die Haupteinsatzgebiete des Minilabs liegen in Afrika, Asien und Lateinamerika, den Regionen, die besonders häufig von Arzneimittelfälschungen betroffen sind. Zahlreiche Labore arbeiten zum Beispiel in Indien, Vietnam, Nigeria, Ghana und Bolivien. In Tansania wurde mit insgesamt 24 Minilabs sogar ein flächendeckendes Überwachungssystem aufgebaut. Integriert wurden Minilabs aber auch in Projekte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), etwa in das internationale Roll Back Malaria-Programm. Fachkräfte aus zehn Ländern trainiert Das Arzneimittelfälschungen ein weltweites Problem sind, zeigt auch die unvermindert große Nachfrage nach Trainings mit dem Minilab. Nach Kursen in Südostasien in der ersten Jahreshälfte führte GPHF-Projektleiter Dr. Richard Jähnke jetzt zum Beispiel ein Minilab-Training in Australien durch. Teilnehmer waren 16 Vertreter von Arzneimittelüberwachungsbehörden ozeanischer Staaten wie Papua Neuguinea, Samoa und Tonga. Hintergrund des Trainings ist die von den australischen Gesundheitsbehörden verfolgte Strategie, mit dem Minilab ein Frühwarnsystem in der westpazifischen Inselweit zu erreichten, das Arzneimittelfälschungen im Markt entdecken kann, die dann im zentralen Arzneimittelabor Australiens eingehend untersucht und analysiert werden können. Damit zeigt sich einmal mehr, in welchem Maße das GPHF-Minilab® heute an jedem Ort der Welt ein wichtigen Baustein zur qualitativen Verbesserung der Arzneimittelversorgung sein kann.
GPHF setzt Zusammenarbeit mit WHO in Bhutan fort Modellprojekt für Schulkinder wird auch 2006 unterstützt Der GPHF setzt seine seit 1987 bestehende Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch im kommenden Jahr fort. Das hat der Vorstand des GPHF jetzt entschieden. Seit fast fünfzehn Jahren unterstützt der GPHF die WHO bei der Bekämpfung parasitärer Infektionen. Nach Projekten in Tansania, auf den Seychellen, in Laos und in Myanmar arbeiten beide Organisationen derzeit im Rahmen eines noch bis 2007 geplanten Projektes in Bhutan zusammen. Im Mittelpunkt des Bhutan-Projektes steht die medizinische Versorgung von Schulkindern, die in besonderem Maße von den Infektionen betroffen sind und dadurch in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklungsfähigkeit stark beeinträchtigt werden. Unter enger Einbeziehung der nationalen Gesundheitsbehörden sollen bis zum Jahre 2007 ca. 180.000 Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahre in das Projekt einbezogen werden. Basierend auf epidemiologischen Studien bilden die Schulen dabei den Angelpunkt der Planungen, denn dort können die Kinder direkt und unmittelbar erreicht werden. In den Schulen soll aber nicht nur aufgeklärt werden, hier soll auch die Therapie erfolgen. Zu diesem Zweck wurden in einer ersten Projektphase die Lehrer trainiert. Unter der Leitung der nationalen Gesundheitsbehörden sollen sie jetzt Arzneimittel an die Schüler verteilen und ihre Einnahme überwachen. Sukzessive soll das Projekt in den kommenden zwei Jahren auf das ganze Land ausgeweitet werden.
Siegfried Knecht neuer GPHF-Geschäftsführer In der Nachfolge von Michael Ostermann (Sanavita AG) ist Siegfried Knecht zum neuen Geschäftsführenden Vorstandsmitglied des GPHF gewählt worden. Knecht, der dem Vorstand des GPHF seit 2004 angehört, leitet den Bereich Internationales und Länderkoordinierung beim Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. in Berlin.
Dank an Spender Der GPHF dankt folgenden Spendern für die großzügige Unterstützung seiner Projektarbeit in seinem Jubiläumsjahr:
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