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Arzneimittelspenden für Kosovo-Flüchtlinge und Erdbebenopfer in der Türkei GPHF-und VFA-Mitglieder spendeten in großem Umfang Medikamente / Dank von Bundesministerin Fischer / Gespräche mit Hilfswerken zur Praxis der Arzneimittelspenden begonnen Mitgliedsunternehmen des GPHF und des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA) haben internationalen Hilfswerken in den vergangenen Monaten Arzneimittel im Wert von über 10 Millionen DM als Spenden zur Versorgung der Kosovo-Flüchtlinge und der Opfer des Erdbebens in der Türkei zur Verfügung gestellt. Die Spenden erfolgten in enger Absprache mit vor Ort tätigen Hilfsorganisationen und wurden zu großen Teilen durch die Geschäftsstelle des GPHF vermittelt. Im Rahmen der ZDF-Sendung „Wir wollen helfen“ am 26. August 1999 konnte GPHF-Vorstandsmitglied Bernd Maehliß die Bereitstellung von Arzneimittelspenden im Wert von 4 Millionen DM für die Erdbebenopfer der Türkei bekanntgeben. Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer hat dem GPHF in einem persönlichen Schreiben für die schnelle und unbürokratische Unterstützung bei der Koordination und Vermittlung von Arzneimittelspenden seiner Mitglieder für die Krisenregion Kosovo gedankt.
Auch Dr. Carola Fink-Anthe, stellvertretende Vorsitzende des GPHF, zieht eine positive Bilanz: „Unser Ansatz, schnell den Kontakt zwischen den Herstellern von Arzneimitteln auf der einen Seite und den vor Ort tätigen Hilfswerken auf der anderen Seite herzustellen, hat sich bewährt. So konnten wir genau die Arzneimittel als Spende anbieten, die vor Ort benötigt werden. Das alles wäre aber natürlich nicht möglich gewesen, ohne das große humanitäre Engagement der vielen Firmen, die uns Spenden angeboten haben.“ Besonderen Wert legt Dr. Fink-Anthe auch auf die Tatsache, daß der GPHF ausschließlich Arzneimittel als
Spende vermittelt hat, die dem Bedarf
Hoechst Marion Roussel spendet für Projekte Die Hoechst Marion Roussel Deutschland GmbH hat dem GPHF zusätzlich DM 320.000 für Hilfsprojekte in der Region Kosovo und in der Türkei zur Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln werden jetzt u.a. ein Kinderkrankenhaus in Mazedonien und eine mobile Ambulanz der Johanniter-Unfallhilfe im Kosovo unterstützt. In der Türkei fließen die Mittel in ein Projekt der Weltgesundheitsorganisation, in dessen Rahmen Voraussetzungen geschaffen werden sollen, die vielfältigen Gesundheitsprobleme in Folge des Erdbebens zu diagnostizieren und zu behandeln. Von allen Projekten erhoffen sich sowohl Hoechst Marion Roussel als auch der GPHF eine nachhaltige Verbesserung der medizinischen Versorgung der in den Krisenregionen betroffenen Menschen.
Dialog mit Hilfsorganisationen aufgenommen Auf einem guten Weg befindet sich auch der Dialog des GPHF mit namhaften Hilfsorganisationen über die Praxis der Arzneimittelspenden, der in den vergangenen Monaten begonnen wurde. In zwei Gesprächsrunden mit Vertretern pharmazeutischer Unternehmen und Repräsentanten u.a. des Deutschen Roten Kreuzes, des Deutschen Institutes für Ärztliche Mission und des Deutschen Medikamenten-Hilfswerkes action medeor konnten zentrale Problemfelder der gängigen Spendenpraxis identifiziert werden. Alle Beteiligten stimmten überein, daß nur die bedarfsgerechte und an den Erfordernissen vor Ort orientierte Spende von Medikamenten einen wirklichen Beitrag zur Linderung menschlicher Not darstellt. Alle Gesprächspartner erhoffen sich von einem kontinuierlichen Informationsaustausch Verbesserungen für die zukünftige Praxis von Arzneimittelspenden. Eine wichtige Grundlage für Arzneimittelspenden sind die gerade revidierten Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation, die auch im Internet unter www.who.int/dap/edmguidelines.html eingesehen werden können.
GPHF setzt Laos-Projekt fort Der GPHF setzt auch in den Jahren 1999 und 2000 seine Förderung des Modellprojektes zur Diagnose und Therapie der Schistosomiasis und Opisthorchiasis in Laos fort. Das Projekt in dem südostasiatischen Staat wird seit Mitte der 90er Jahre gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation und den laotischen Gesundheitsbehörden durchgeführt und gilt als außerordentlich erfolgreich.
Weitere Spenden für GPHF-Projektarbeit Der GPHF bedankt sich bei folgenden Unternehmen für ihre großzügigen Spenden zur Unterstützung seiner Projektarbeit:
Kurz berichtet Eine Milliarde Inder Internationales Netzwerk Seuchenkontrolle aus dem Weltraum? Medicine Meets Millenium Jahresberichte der UN Das Zitat: „Die größten Leistungen der Entwicklungshilfe sind bisher die drastische Reduzierung der Säuglingssterblichkeit, eine christliche Großtat, die drastische
Verringerung der Müttersterblichkeit und die Verbreitung westlicher Hygiene, westlicher Medizin und westlicher ärztlicher Versorgung in den
Entwicklungsländern.“
Jodmangel-Projekt des GPHF in Indonesien abgeschlossen Abschlußbericht in Vorbereitung / WHO unterstreicht Relevanz der Jodmangelerkrankungen und ruft zum Handeln auf Ungeachtet aller wirtschaftlichen und politischen Probleme in Indonesien wurde das Modellprojekt des GPHF zur Diagnose von Jodmangelerkrankungen in Indonesien jetzt planmäßig abgeschlossen. Mit dem vom GPHF finanzierten Diagnosefahrzeug – dem sogenannten ThyroMobil – wurden auf Java, Sumatra, Yogjakarta und Bali insgesamt 7.500 Kinder und 500 Frauen auf die Prävalenz von Jodmangelerkrankungen hin untersucht. Gegenwärtig wird der Abschlußbericht der umfangreichen Untersuchungen erstellt, der den indonesischen Behörden insbesondere Anhaltspunkte für die Einleitung geeigneter Therapiemaßnahmen liefern soll. Projektpartner des GPHF in Indonesien waren neben dem International Council for Control of Iodine Deficiency Disorders (ICCIDD) u. a. auch die indonesische Niederlassung des GPHF-Mitglieds Merck.
WHO: Jodmangel überwinden Auf die weltweite Bedeutung der Jodmangelerkrankungen hat unterdessen erneut die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hingewiesen. Nach Angaben der WHO sind weltweit nahezu 750 Millionen Menschen in 130 Ländern von der Krankheit betroffen. Ein Drittel der Weltbevölkerung lebt zudem ständig in sogenannten Jodmangelgebieten. Der langanhaltende, absolute oder relative Jodmangel unterhalb des täglichen physiologischen Bedarfs kann neben der Hyperplasie der Schilddrüse auch zu irreversiblen Schädigungen des Gehirns führen und gilt als Hauptursache des Kretinismus. Obwohl die Zahl der Länder, die entsprechende Diagnose- und Therapieprogramme durchführen, zwischen 1990 und 1998 von 46 auf 93 gestiegen ist, wird der Jodmangel aus Sicht der WHO im Rahmen öffentlicher Gesundheitsprogramme immer noch sträflich vernachlässigt. Dies gilt insbesondere für zahlreiche Länder Afrikas und Asiens. Vor allem auf diese Regionen konzentriert sich ein 10-Jahresprogramm der WHO, das im Mai in Genf vorgestellt wurde. Neben der Diagnose und laufenden Kontrolle des Jodmangels steht eine ausreichende Salzjodierung in den Mangelgebieten im Mittelpunkt der geplanten Maßnahmen. Ein Erfolg des Programms, zu dem 2005 ein erster Zwischenbericht vorgelegt werden soll, wird von der WHO auf eine Stufe mit der Ausrottung der Pocken gestellt.
GPHF-Minilab®: Testmethoden für fünf neue Arzneimittelwirkstoffe entwickelt Mini-Labor in den USA, Österreich und der Schweiz vorgestellt / Integration in WHO-Projekt geplant / Nominierung für Expo 2000 Das GPHF-Minilab® mit einfachen Testmethoden zur Aufdeckung gefälschter bzw. qualitativ minderwertiger Arzneimittel steht ab sofort für fünf weitere Arzneimittelwirkstoffe zur Verfügung. Das vom GPHF gemeinsam mit dem Missionsärztlichen Institut Würzburg entwickelte tropentaugliche und mobile Kleinlabor ist jetzt in der Lage, die Qualität von 20 weltweit verbreiteten Arzneimittelwirkstoffen schnell, zuverlässig und preisgünstig zu überprüfen. Bei den neu in die Testmethodik des GPHF-Minilab® integrierten Substanzen handelt es sich um die Arzneimittelwirkstoffe Aminophyllin, Furosemid, Isoniazid, Rifampicin und Sulfadoxin/Pyrimethamin. Damit bietet das Minilabor einen noch umfassenderen Schutz vor den Gefahren qualitativ minderwertiger Medikamente, da jetzt auch gezielt Arzneimittel gegen die sich weltweit ausbreitende Tuberkulose, gegen Malaria, Asthma und Hypertonie/Ödeme überprüft werden können.
In den vergangenen Monaten wurde das GPHF-Minilab® wiederum zahlreichen internationalen Experten vorgestellt. So informierten sich beispielsweise Vertreter von afrikanischen und mittelasiatischen Arzneimittelbehörden im Vorfeld der 9. Internationalen Konferenz für Drug Regulatory Authorities im April in Berlin über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des mobilen Labors. Groß war das Interesse an den einfachen Testmethoden auch am Hamburger Tropeninstitut, bei der Ärztekammer in Wien sowie bei den Besuchern eines Empfanges des internationalen Pharmaverbandes IFPMA anläßlich der 52. World Health Assembly im Mai in Genf. Und schließlich konnte Projektleiter Dr. Jähnke das GPHF-Minilab® den zahlreichen Besuchern der 35. Jahrestagung der US Drug Information Association (DIA) in Baltimore präsentieren. Als besondere Anerkennung seines Projektes wertet es der GPHF ferner, daß die Weltgesundheitsorganisation (WHO) plant, das GPHF-Minilab® zukünftig in einer Screening-Untersuchung ihres Roll Back Malaria-Programmes einzusetzen. Während der Weltgesundheitsversammlung hat die WHO gefordert, qualitativ minderwertige Medikamente, die zunehmend verbreitet werden, wirkungsvoller zu bekämpfen. Bis zu 20 Prozent der Arzneimittel in Entwicklungsländern bestünden nach Angaben der WHO Qualitätstests nicht und nur eines von sechs Entwicklungsländern verfüge über eine wirksame Arzneimittelkontrolle. Es gelte daher neue Partnerschaften einzugehen, um die Probleme zu lösen. Minilab für EXPO 2000 nominiert Dank der Initiative der Ärzte für die Dritte Welt e.V. (Frankfurt am Main) ist das GPHF-Minilab® jetzt auch als eines der EXPO 2000 Projects All Over The World nominiert worden. Die international besetzte Auswahlkommission bezeichnet das Minilab-Projekt als „one of the outstanding projects which demonstrate in an exemplary way that the practical implementation of Agenda 21 is possible“. Die Nominierung des Projektes erfolgt auf Vorschlag der Organisation Ärzte für die Dritte Welt, die das GPHF-Minilab® 1997 erstmals im Rahmen eines Gesundheitsprojektes auf den Philippinen getestet hat. In einer aktualisierten Version liegt jetzt das Faltblatt „The GPHF-Minilab® - Protection Against Counterfeits And Substandard Drug Products“ vor, das kostenlos über die Geschäftsstelle des GPHF bezogen werden kann, bzw. im Internet unter www.gphf.org einzusehen ist. |







